Programm 2010


Das Programm der ArGe Naherholung in groben Zügen festgelegt
Informationen durch Kreisarchäologen Dr. Husty – Wertvolle Funde

Mallersdorf-Pfaffenberg (al) Zur ersten Sitzung im neuen Jahr, wie immer öffentlich, trafen sich vor wenigen Tagen im Brauereigasthof Stöttner der Vorstand und die Beiräte der Arbeitsgemeinschaft Naherholung mittleres Labertal. Themenschwerpunkte waren ein Fachvortrag von Dr. Husty, ein Rückblick auf 2009 und die Erarbeitung eines Veranstaltungsprogrammes für 2010.
Nach einer Gedenkminute für den verstorbenen Beirat Fritz Steger listete Geschäftsführer Ludwig Karl die Tätigkeiten des abgelaufenen Jahres auf. Er erinnerte u.a. an die diversen Sitzungen und Exkursionen sowie eine Betriebsbesichtigung in Geiselhöring.
1. Vorsitzender Klaus Storm kam auf die Partnerschaft mit dem Freundeskreis Nationalpark Sumava in Böhmen zu sprechen. Er hielt es für anstrebenswert, dass alle Beiräte dort Mitglied sind und bezeichnete den Jahresbeitrag von 5 Euro als günstig. Auch auf das 11. Ökogespräch und die Fahrt in das Elbsandsteingebirge ging der Vorsitzende ein. Heuer sind gemeinsame Unternehmungen zum Kaitersberg sowie beim Jubiläum „1000 Jahre Goldener Steig“ im April geplant.
Schatzmeister Josef Braun bezog zur finanziellen Situation der ArGe Naherholung Stellung und bezeichnete die Finanzen als nach wie vor in Ordnung. Bei den Grabungen in Grafentraubach engagierte sich die ArGe Naherholung finanziell und gewann auch mehrere Sponsoren, vorrangig die Banken.


In einem gewohnt mitreißenden Vortrag ging anschließend Kreisarchäologe Dr. Ludwig Husty auf die Grabungen unweit von Grafentraubach ein. Die Urnengräber aus der Zeit um 900 bis 800 vor Christus sind das größte Gräberfeld aus dieser Zeit im Landkreis Straubing-Bogen. Finanziell haben sich nicht nur das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege sowie die Sponsoren engagiert, sondern auch die Gemeinde Laberweinting. Die in den Urnen gefundenen Schmuckgegenstände zeigen auch den ästhetischen Anspruch unserer Vorfahren auf, betonte der Kreisarchäologe. Auch die Einbindung der Studenten bei den Grabungen und die mittlerweile vorgenommene Restaurierung verschiedener Gegenstände schilderte Dr. Husty . Er lobte die „tolle Zusammenarbeit mit der ArGe“ und informierte auch über die Vertragssituation mit den Grundstückseigentümern. Einige Fragen aus dem Zuhörerkreis bewiesen, dass diese Funde bei Grafentraubach die Bevölkerung bewegen und interessieren.


Beirat Xaver Holzer ging beim nächsten Tagesordnungspunkt auf das Naherholungsgebiet beim Waldgasthof in Hart ein. Der Spielplatz, so Holzer, wird gut angenommen. Für die Zukunft hat man sich einen Waldlehrpfad vorgenommen, da viele Spaziergänger die Bäume und Sträucher dort überhaupt nicht kennen.
Aus dem Kreis der Beiräte wurden in der Folge einige Vorschläge für das Jahresprogramm 2010 vorgelegt. Beirat Alois Lederer schlug einen Vortragsabend über den Historiker Pfarrer Schnirle sowie die Entstehung des Löwendenkmals bei Eggmühl vor. Außerdem regte er eine gemeinsame Fahrt zum Museum für Industriegeschichte, Stadtgeschichte und Archäologie in Dingolfing an. Weitere Anregungen betrafen den Besuch des Nepaltempels in Wiesent und die Besichtigung einer Einsiedlerklause in Obergrasslfing. Hildegard Hirsch hatte dazu einige Unterlagen überlassen.
Arbeitsgruppenleiter Hermann Albertskirchinger wird heuer die Besichtigung der ArGe-Biotope sowie eine Wanderung durch den Staatswald organisieren.
Die nächsten Igeleien werden im Mai oder Juni erscheinen und Beirätin Gudrun Nixdorf kümmert sich wieder um den Seniorennachmittag im Herbst.
Eine längere Diskussion entwickelte sich zur Resolution in Sachen „Burkhartgymnasium“. 1. Bürgermeister Wellenhofer sowie Bezirks- und Kreisrat Franz Xaver Stiersdorfer nahmen dazu in politischer Hinsicht Stellung und Hans Lohmeier aus der Sicht des Elternbeirates. Der ArGe-Beirat war übereinstimmend der Auffassung, dass alles getan werden muss, um das Burkhartgymnasium in seinem jetzigen Bestand zu erhalten. Weitere Themen an diesem Abend, der unter der Leitung von Beiratsvorsitzenden Dr. Hans Kirchinger stand, waren die Suche nach einem neuen Kreisheimatpfleger für den südlichen Landkreis und die unschönen Bepflanzungen an den staatlichen Kreisverkehrinseln in Geiselhöring. Bürgermeister Bernhard Krempl wies darauf hin, dass das Staatliche Bauamt an der jetzigen Situation nichts ändern will. Krempl lud abschließend zum Jubiläum „1000 Jahre Sallach“ ein.

12.02.2010

Alois Lederer