Liebe Freunde,

 

die gemeinsame Exkursion mit den tschechischen Partnern rückt näher und Dušan Žampach

wartet auf die Teilnahmemeldung der Deutschen:

Termin Freitag, 07.September bis Sonntag, 09. September 2012.

Wir fahren mit eigenem PKW in Fahrgemeinschaft und treffen uns individuell um ca 18 Uhr im Hotel Terasa in Winterberg/Vimperk.

Nach dem Begegnungsabend fahren wir mit dem tschechischen Bus am Samstag über

Stift Tepl/Tepla http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/29/Kl_Tepl%C3%A1_1.jpg/298px-Kl_Tepl%C3%A1_1.jpg

 

nach Gottesgab/Bożidar ( Anton Günther Ort, unserem Übernachtungsort.

Wir begehen den Hochmoorlehrpfad (unschwierig, eben, aber hochinteressant), besuchen mit dem Bus den Keilberg (höchster Gipfel des Erzgebirges mit herrlicher Aussicht auf den Erzgebirgskamm und Oberwiesenthal).

Geschichte

Der Bergbau auf Silber und Zinn begann 1517. Letzteres Erz wurde aus Zinnseifen in Bergbächen gewaschen. Eine Mitte des sechzehnten Jahrhunderts entdeckte Goldader war nach etwa vierzig Jahren erschöpft. Um der steigenden Zahl der im Bergbau beschäftigten Arbeiter gerecht zu werden, wurde 1530 auf Anordnung des sächsischen Kurfürsten in der Herrschaft Schwarzenberg eine Bergstadt gegründet. Namensgebend war der Überlieferung nach ein Ausspruch des Landesherrn: „Dieses edle Metall ist Euer Brot, das ist eine Gabe Gottes!“ – Gottesgab. Vorher lautete der Name der Sage nach Wintersgrün. 1547 wurden die sächsischen Bergstädte Gottesgab und Platten in das Königreich Böhmen eingegliedert.

Die deutschböhmische Bevölkerung wurde nach 1945 zu großen Teilen vertrieben. Am 1. Dezember 1930 hatte die Stadt Gottesgab 1048 Einwohner, am 17. Mai 1939 waren es 938 und am 22. Mai 1947 noch 189 Bewohner. In den 1950er Jahren verlor Boží Dar die Stadtrechte. Seit dem 13. Oktober 2006 ist es wieder eine Stadt.

Sehenswürdigkeiten

Ekocentrum, Rathaus, Kirche, Grenzübergang am Neuen Haus und Hotel Grünes Haus

 

Am Sonntag besuchen wir Annaberg-Buchholz mit der berühmten St. Annakirche,

dem spannenden Erzgebirgs-Museum und der  Grube Markus Röhling

 

Meistbesuchtes Besucherbergwerk Sachsens
Bereits wenige Jahre nach dem ersten Silberfund am Schreckenberg 1491 dehnte sich der Bergbau auf das spätere Grubenfeld der Grube Markus Röhling aus. Schon 1500 begann man für die Entwässerung der Gruben des Schrecken- und Schottenberges den Orgelstolln vorzutreiben.
Zwischen 1500 und 1505 folgte der 10 bis 15 m tiefere "St. Annen Stollen", der heutige Markus-Röhling-Stolln.
Mit einigen Unterbrechungen wurde dieser ständig weiter vorgetrieben und 1733 der Erstneuglück-Flache-Gang, der spätere Haupterzgang der Grube, entdeckt. Bis zur Einstellung des Grubenbetriebes im Jahre 1857 wurden etwa 15,4 Tonnen Silber und 51326 Zentner Kobalterz gefördert. Damit war die Grube eine der ertragreichsten im Annaberger Bergbaurevier.
Die geförderten Erze entsprachen einem Wert von 4.290.700 Mark in den Jahren 1948 bis 1953 wurde die Grube Markus Röhling von der SAG Wismut aufgewältigt. Dazu wurde eine über 1000 m lange Richtstrecke aufgefahren und ein Schacht abgeteuft.
Auf allen angetroffenen Erzgängen wurden Erkundungsarbeiten auf Uranerz durchgeführt, jedoch wegen Mangel an abbauwürdigen Erzen 1953 endgültig eingestellt.

Seit 1990 entstand im Verein Altbergbau Markus-Röhling-Stolln der Gedanke, einen Teil des umfangreichen Grubenreviers für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, und im Juli 1994 konnte das Besucherbergwerk eröffnet werden. Gründung

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Blick nach Annaberg

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Annaberg von Westen

Das damals von dichtem Wald bedeckte obere Erzgebirge wurde im 12. und 13. Jahrhundert durch fränkische Bauern besiedelt. Die ersten schriftlichen Erwähnungen der heute zur Stadt Annaberg-Buchholz gehörenden Ortschaften Frohnau, Geyersdorf und Kleinrückerswalde stammen aus dem Jahr 1397.

In geringem Umfang sind um 1470 erste bergbauliche Tätigkeiten im heutigen Stadtgebiet belegt. Als am nahen Schreckenberg 1491 reiche Silbererzgänge entdeckt wurden, setzte im Zuge des Berggeschreys ein starker Zustrom von Menschen ein. Am 21. September 1496 wurde auf Geheiß des sächsischen Landesherrn Georg des Bärtigen eine Stadt gegründet. Im Jahr darauf begannen die ersten Bauarbeiten der neuen Siedlung. Der Entwurf der Anlage stammte von dem späteren Freiberger Bürgermeister und Gelehrten Ulrich Rülein von Calw. Am 28. Oktober 1497 erhielt die „Newe Stat am Schrekenbergk“ das Stadtrecht, und im Jahr darauf wurde die Münzstätte Annaberg gegründet, die sich bis gegen Ende 1501 in Frohnau befand und 1502 nach Annaberg verlegt wurde.

Folgende Ortsnamenformen wurden gebraucht:

1492 Schregkennpergk, 1494 den gewercken der funtgruben zu Schreckenperge, 1496 St. Annabergk, 1497 In der Neustadt des Schreckenberges, 1499 umb den Schreckenberg, zu der Nawenstadt, Newenstadt ader santt Annabergk, 1509 sandt Annaberg, stat, 1535 Sant Anaberg, 1547 Annenberg, 1555 Annebergk, 1589 Schreckenberg, hernach S. Annenberg genennet worden, 1590 Annaberg, 1949 Annaberg-Buchholz.

1495 begann man auf Grünhainer Klostergebiet, unterhalb von Annaberg, eine weitere Bergbausiedlung anzulegen. St. Katharinenberg im Buchholz erhielt 1501 erste Privilegien und wurde erstmals 1539 als Städtlein bezeichnet. Die Münzstätte Buchholz wurde 1505 unter Kurfürst Friedrich III. errichtet.

Seit der Leipziger Teilung 1485 verlief die Landesgrenze des ernestischen und des albertinischen Sachsens im Tal der Sehma zwischen den beiden Städten Annaberg und Buchholz. Nach der Wittenberger Kapitulation kam auch Buchholz zum albertinischen Teil Sachsens.

Zentrum des Silberbergbaus

Bergkirche St. Marien

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Die reiche Ausbeute des Silberbergbaus führte zu einem starken Zuzug von Bergleuten und einer raschen Vergrößerung der Einwohnerzahl. So entwickelte sich Annaberg in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu der nach Freiberg zweitgrößten Stadt Sachsens und damit zu einer der größten Städte im deutschen Sprachraum. Etwa 1522 zog es Adam Ries nach Annaberg, der hier bis zu seinem Lebensende als Rechenmeister und Bergbeamter tätig war.Während im ernestischen Sachsen, zu dem Buchholz gehörte, schon früh die Reformation eingeführt wurde, blieb Annaberg im albertinischen Sachsen katholisch. Herzog Georg war bemüht, die neue Stadt auch zu einem Zentrum des Glaubens zu entwickeln. In der St. Annenkirche wurde eine umfangreiche Reliquiensammlung zusahttp://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f8/Wappen_Buchholz-Erzgebirge.pngmmengetragen, die Annaberg auch zum Wallfahrtsort machte. Schon 1502 war in der Stadt ein großes Franziskanerkloster gegründet worden. Der Umstand, dass die Landesgrenze zwischen Annaberg und Buchholz zur Glaubensgrenze geworden war, führte dazu, dass zunehmend Annaberger heimlich den evangelischen Gottesdienst in der Nachbarstadt hörten. Dort predigte zum Beispiel 1524 der aus dem Annaberger Kloster geflohene Mönch und Reformator Friedrich Myconius und zog weit über 1000 Gläubige aus Annaberg an. Nach dem Tod Herzog Georgs hielt 1539 wie im gesamten albertinischen Sachsen auch in Annaberg die Reformation Einzug.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/39/StAnnenKircheAnnabergBuchholz.jpg/220px-StAnnenKircheAnnabergBuchholz.jpgIn der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts gewannen Klöppeln und Bortenwirken wirtschaftliche Bedeutung, vor allem durch die Unternehmerin Barbara Uthmann. Im 17. Jahrhundert war die Region durch den starken Rückgang der bergbaulichen Tätigkeit geprägt und mehrfach von den Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges betroffen.

Im 18. Jahrhundert waren Annaberg und Buchholz kleine Handwerkerstädte. 1712 besuchte Zar Peter der Große auf einer Reise nach Karlsbad Annaberg. Zwischen 1712 und 1720 kam es zu der auch international beachteten sogenannten Annaberger Krankheit.[2] 1731 vernichtete ein Stadtbrand Teile der Stadt. Während des Bayerischen Erbfolgekrieges belagerten 1778 österreichische Truppen die Stadt.

Da diese die geforderten 50.000 Taler Tribut nicht aufbringen konnte, wurden der Bürgermeister und ein Kaufmann in Geiselhaft genommen, nach Ungarn verschleppt und erst ein Jahr später freigelassen.

 

Rückkehr nach Winterberg und heim ins Labertal.

Die Kosten bleiben im unteren Bereich, die gemeinsame Reise wird Erzgebirge 2012ein besonderes Erlebnis.

Bitte meldet Euch bis zum 5. August (Quartierreservation) bei mir: 08772224,

mail klaus.storm@t-online.de

herzlich, Klaus Storm