Exkursion 15.09.2009
- Labertaler Gespräche der ArGe Naherholung – Führung durch das Werk –

Viele Auszeichnungen für Automobilzulieferer in Geiselhöring


Bild: Werkleiter Thomas Preußner, Vorsitzender Klaus Storm und stellv. Werkleiter Elmar Limmer (von rechts nach links) nach dem Werksrundgang.

Im Rahmen ihrer „Labertaler Gespräche“ informierten sich 20 Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Naherholung und sonstige Interessenten beim Automobilzulieferer Faurecia in Geiselhöring über deren Produkte, die Arbeitsvorgänge und auch die Auswirkungen der Wirtschaftskrise. Wie alle Zulieferer in der Automobilindustrie spürt auch Faurecia die Volumenrückgänge der Hersteller an allen Standorten weltweit und reagiert soweit wie möglich mit entsprechenden Kostensenkungen und Flexibilisierungsmaßnahmen wie z.B. Betriebsruhe oder Kurzarbeit. Werkleiter Thomas Preußner begrüßte zusammen mit seinem Stellvertreter Elmar Limmer die Delegation der ArGe Naherholung im Konferenzzimmer. Preußner erinnerte an die Grundsteinlegung 1988 und den Produktionsstart im Jahre 1989. Faurecia in Geiselhöring hat eine langjährige Erfolgsgeschichte, die nicht zuletzt auf die Innovationsbereitschaft und die Identifikation der Beschäftigten mit ihrem Werk zurückzuführen sind.
Zunächst belieferte man nur BMW. Derzeit arbeiten rund 500 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Geiselhöringer Standort, der eine Produktionsfläche von 16.000 qm und eine Grundstücksfläche von 55.000 qm aufweist. Im letzten Jahr produzierte man 1.733.325 Teile und machte einen Umsatz von 156 Millionen Euro. Endkunden des Geiselhöringer Werkes sind mittlerweile nicht mehr nur BMW, sondern auch VW, Audi, Rolls-Royce und Porsche. Die Lieferbeziehungen gehen nicht nur bis Dingolfing, sondern auch ins Ausland, konkret in die Slowakei, USA und England sowie auch nach Asien . Eine Vielzahl an Auszeichnungen erhielt Faurecia in den letzten Jahren und zwar für die vielfältigen Innovationen sowie die Produktqualität und die Kundenzufriedenheit. Den größten Umsatz, so Preußner, macht man mit BMW. Faurecia ist durch die Übernahme des Unternehmens Bertrand Faure durch Ecia, eine Tochterfirma von PSA Peugeot Citroen entstanden.
In der anschließenden Diskussion mit der ArGe-Delegation ging es um viele Dinge. Angesprochen wurden u. a. die Kurzarbeit, die Zusammensetzung der Belegschaft und die Konkurrenzsituation. Erfreut nahmen die Gäste der ArGe Naherholung zudem zur Kennntis, dass Faurecia in Geiselhöring auch Lehrlinge einstellt, zumeist im kaufmännischen Bereich. Werkleiter Preußner stellte sich den vielen Fragen der ArGe Naherholung.
Beim anschließenden Werkrundgang zeigten Thomas Preußner und Elmar Limmer die Produktionsvorgänge im Detail auf. Die Besucher waren überrascht, mit welcher Akribie dort gearbeitet wird und jede Einzelheit technisch geregelt ist, damit bei den Produkten ja keine Fehler auftauchen. Bei jeder Station konnte man Fragen an die beiden Faurecia-Verantwortlichen herantragen, welche sich dafür viel Zeit nahmen.
ArGe-Vorsitzender Klaus Storm brachte es bei der Verabschiedung auf den Punkt: „Das Labertal kann sich glücklich schätzen, eine solche Firma zu haben“. Als kleine Anerkennung für die geopferte Freizeit gab es für Thomas Preußner und Elmar Limmer nicht nur köstlichen Frankenwein, sondern auch noch Lesestoff. Zudem dankte Apotheker Storm Beirat Alois Lederer für die Organisation.

 

090929

Autor: Alois Lederer