Die Sommerexkursion 2001 
führte die ArGe und den tschech. Partnerverein

in den Nationalpark Bayerischer Wald und zum Schwarzenberger Schwemmkanal in die Šumava

vorgestellt von Arbeitsgruppenleiter Rainer Pasta , Fotos: Pasta

Weiter ging es zum „(s)achten Weltwunder „, zum Schwarzenbergischen Schwemmkanal nach Hirschbergen.

Diesen Kanal baute der Forstingenieur Josef Rosenauer im Auftrag des Fürsten Joseph zu Schwarzenberg am Ende des 18.Jahr-hunderts, um den Waldreichtum des Böhmerwaldes zu erschließen und das gewonnene Holz nach Prag und Wien zu schwemmen.

Der Orginal-Kanal, z.T. 
mit Granitausgepflastert

Die technische Meisterleistung und die mutige Idee wird erst deutlich wenn man den Umfang der Baumaßnahme sieht und sich der Tatsache bewußt wird, mit welch einfachem Mitteln die kontinentale Wasserscheide in diesem Gebiet überwunden wurde.

Heute wird der Kanal, nach jahrelanger und aufwendiger Sanierung, wieder zum Schwemmen von Brennholzscheiten genutzt – aber nur als touristische Attraktion.

Weiter sei bemerkt, dass entlang des Kanals ein erstklassiger Radweg mit minimalem Höhendifferenzen durch den Böhmerwald führt – diese Tour kann man nur empfehlen.

neu sanierter Kanalabschnitt

Tunnel bei Hirschbergen

Einer dieser Wege führt zur sog. Rosenberger Kapelle, die an einem der vielen Übergänge am Kanal gelegen ist.


Kartenauschnitt zum Schwemmkanal

Hier wurde das Wasser der Gebirgsbäche, gem. vertraglichen Festlegungen, verteilt.

Ein Teil ging in den Kanal, der andere diente weiter der Bewässerung der tiefergelegenen Wiesen und Wieden. Viele diese Bauwerke sind aus Granitquadern gebaut und im Original noch erhalten, bzw. detailgetreu saniert worden.

Das Leben und Werk von Ing. Josef Rosenauer ist im Museum seiner Heimatstadt  Chvalsiny (Kalsching) sehr schön aufgearbeitet und dargestellt.

Da man sich schon in der Nähe der Stadt Čheský Krumlov (Krummau) befand, machte die Reisegruppe einen Abstecher in diese schöne böhmische Stadt und zum Abschluß in die nahegelegene Wallfahrtskirche in Kajov (Maria Gojau),

Das Infozentrum in Bayer.Eisenstein, ein Urwalderlebnis, der Lusengipfel und die Entwicklung im Borkenkäfergebiet – das waren die Ziele des ersten Exkursionstages im Nationalpark Bayer. Wald.

Das Infozentrum Tusset, der Schwarzenberg- Schwemmkanal und ein Besuch in Krummau und Gojau standen am zweiten Tag auf dem Programm