Die Sommerexkursion 2001 
führte die ArGe und den tschech. Partnerverein

in den Nationalpark Bayerischer Wald und zum Schwarzenberger Schwemmkanal in die Šumava

vorgestellt von Arbeitsgruppenleiter Rainer Pasta , Fotos: Pasta

Neue Walderfahrungen - Urwald und Käferwald

Die 70ig-köpfige Gruppe der ArGe-Naherholung und der „Freunde des Nationalparks Šumava“ unternahmen anschließend die  Begehung des Urwald-Erlebnispfades  im Nationalpark.

Urwald-Erlebnisweg

400 Jahre alte Baumriesen mit über 50 m Höhe beeindruckten genauso wie die am Boden liegenden Reste vergangener Tage die langsam zerfallen und den Nährboden für neue Waldgenerationen bilden.

 

Auf den abgestorbenen und zerfallenden Baumstämmen wachsen neue Bäume –

so kommt es sogar im Urwald vor, dass die Bäume (natürlich)  in gerader Reihe stehen!!

Ehrfurchtsvoll steht man vor den markanten Baumriesen, der Blick nach oben endet im Blätterdach der kleineren Bäume, doch der Stamm der Baumriesen beginnt sich noch nicht einmal zu verjüngen. Mehrere hundert Jahre stehen sie schon hier, scheinbar unbeeindruckt von der Zeit und der Mensch wird sich bewußt, wie wenig wichtig er in den Abläufen der Natur eigentlich ist.

Der Weg führt an umgestürzten Bäumen vorbei, deren Durchmesser 2 Meter beträgt, und man sieht über den gefallenen Stamm nicht hinweg. Kreuz und quer liegen sie hier, seit Generationen – dem Verfall preisgegeben – doch nicht nutzlos !

Baumhöhlen zeugen von den ehemaligen Bewohnern-  Schwämme, Insekten, Bakterien arbeiten an der Zersetzung der Stämme – und schaffen neuen Lebensraum für den Aufwuchs.

Im Schwellhäusl

S´Schwejhäusl
(von Gerti Weinmann)

War i a Zeit lang nimma drin
zuigt´s me wieda amoi do hin.
Ob Wochenend oda Urlaubszeit
vom Zwies´lerwoidhaus aus is goa net weit.

Am Parkplotz loß ma sÁuto steh
und im Winta doama am Forstweg geh.
D´Schneequad´n san do ganz schee hou
und glei wieda bin i frou.

Vobai am Hans Watzlik Hain,
dann geht´s bergo, i dua mi scho g´frein.
Oda im Summa newan Schwellsteig marschiern,
ganz g´müatle, es braucht da nix pressiern.

A Blattldach is üwa mia
oide Bam de stehnand Spalia.
Oft möchst deine Aug´n net trau
Und du bleibst steh und muaßt grod no schau.

Do riachst´das oafach de Natua-
Ja, es geht auf´s Schwejhäusl zua.
Es geht owe und i g´frei mi drauf:
Wenn i´s Schwejhäusl seh´g, geht ma´s herz owei af.

A urig´s Hoizhäusl, a kloana Weiha danebm:
Herrgott kann´s wos scheenas gebm?
Im Somma kannst im Goat´n sitzn
und de Bedienunga grod no flitzn.

Sogoa Kinda ham a Freid
zum scheena Spejplotz is net weit.
Se fuadan im Weiha de Fisch
und lafand lochad vo Tisch zu Tisch.

Der Sepp der zapft des Bier vom Stoa
und Pfau´n und d´Henna spaziern üwan Roa.
S´Limo kimmt vom Kracherlbam
und olle hoid´n do irgendwia zam.

Ob Bayer oda Preiß - ob Kind oda Greis,
a jeda der drinn war, der lost´ses net nehma
und tuat recht gern wieda in´s Schwejhäusl kemma

Drinn in da g´müatlich´n Stub´m
a Dampfbier oda Tee mit Rum,
a Brotzeitplatt´n, do kraig´st g´nua,
dann a Schnapserl no dazua.

Grod grüabig is und oiss rutscht eng zam,
da´ma a no a Platzerl ham.
A weng a Schmaz, a´Gsangl und a G´spoaß
und newan Kachlofa wiads´da schee hoaß.

Du glaubst des net, wia schnej vogeht do zeit
und du mochst de zum hoamgeh bereit.
Wenn´s finsta wiad, gehst mit da Latern,
da Woid der rauscht, es blinkan de Stern.
ganz z´friedn kimmst hoam und es war schee:

I mog boid wieda ins Schwejhäusl geh!

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Das Infozentrum in Bayer.Eisenstein, ein Urwalderlebnis, der Lusengipfel und die Entwicklung im Borkenkäfergebiet – das waren die Ziele des ersten Exkursionstages im Nationalpark Bayer. Wald.

Das Infozentrum Tusset, der Schwarzenberg- Schwemmkanal und ein Besuch in Krummau und Gojau standen am zweiten Tag auf dem Programm