Exkursion 2000

Kultur + Ökologie = Kulturlandschaft

2 Tage Exkursion der ArGe Naherholung mit dem tschechischen Partnerverein

Die diesjährige Exkursion der ArGe-Naherholung führte in die nähere Heimat.

Kulturelle und ökologische Stationen im Labertal und im Landkreis waren das Ziel. 14 Besucher aus der Tschechischen Republik nahmen an der ArGe-Veranstaltung teil und waren vom Programm begeistert.

Zu Beginn besichtigten die Exkursionsteilnehmer, nach einem deftigen Frühstück im Klosterbräustüberl, das Kloster Mallersdorf. Neben dem Klerikalen zeigte die Führung den Besuchern auch die Brauerei und den Landwirtschaftsbetrieb.

Bevor man den ökologischen Teil des ersten Tages begann, stärkte sich die Gruppe im Waldgasthof Hart. Nun ging es zu den neu angelegten Biotopen des Landesbundes für Vogelschutz nach Geiselhöring, wo Dr. Feig die Idee und die Umsetzung der Maßnahmen erklärte. Neben Bachaufweitungen und der Anlage von feuchten Senken, war vor allem die Ausmagerung der Standorte (durch Abtrag von nährstoffhaltigem Oberboden) maßgeblich. Schon heute, nach wenigen Jahren kann man den unter-schiedlichen Bewuchs erkennen. Einerseits die fetten, artenarmen Laberwiesen, andererseits die bunt blühenden Magerstandorte rund um die wasserhaltenden Senken. Natürlich schlägt sich auch die Artenvielfalt bei den Insekten, Amphibien und Vögeln nieder.  

Anschließend ging es zur Geiselhöringer Naherholungsanlage. Hier überraschte die ArGe-Führung die Exkursionsteilnehmer mit einer Pflanzmaßnahme. Im Rahmen der Aktion „Zeichen setzen“ wurden von den Teilnehmern eine Gruppe von Haferschlehen am Rande der Obstwiese am Freilichttheater gepflanzt. Die Haferschlehe ist eine alte, fast ausgestorbene Wildobstart, eine zwetschgenähnliche Schlehe, die nur noch in Resten in Franken zu finden war. Über komplizierte Meristem-Vermehrung gelang eine Nachzucht und einige Exemplare dieser ersten Zuchtserie konnte die ArGe nach Geiselhöring holen und somit ein Haferschlehen-Gebüsch als weiteren Baustein in den Biotoplehrpfad einfügen.

Der Biotoplehrpfad beendete dann auch den ersten Tag der Exkursion. Unter Führung des Arbeitsgruppenleiters Rainer Pasta überzeugten sich die Teilnehmer vom Entwicklungsstand der angelegten Biotope und erfuhren viele Details über Geschichte, Konzeption und Bau dieser gelungenen Anlage.

Anschließend stand neben der Eröffnung der Ausstellung „Kunst aus Böhmen/Sumava“ im Troadbodn ein geselliger Abend im Hart auf dem Programm.

Der zweite Tag der Exkursion führte ins Herz des Landkreises  Straubing Bogen. Eine kleine Stadtbesichtigung Straubings unter Führung von Gudrun Nixdorf zeigte den Besuchern die Vielfalt der Gäuboden-Metropole: das Fürstenschloß, die Kirchen, aber auch das Zusammentreffen alter Relikte (dem Gasthof “Zur Geiß“) und moderner Stadtarchitektur

Aber auch die belebte Innenstadt mit den vielen Patrizier-Häusern , seinen Geschäften und Cafe´s erfreute die Besucher aus Tschechien

Anschließend besichtigte die Gruppe den stimmungsvollen Friedhof und spätromanische Kirche St. Peter. Die interessante und lebendige Führung durch Albert Knott machte den beeindruckten Teilnehmern die Geschichte und Ausstattung von Friedhof, Kirche und Kappellen deutlich.

Einer gemütlichen Pause in der historischen Tafernwirtschaft leitete zum letzten Teil der Exkursion, die Wanderung auf den Bogenberg entlang des botanischen Pfades, über. Ein wunderschöner Weg zwischen Felsnelken und Mauerpfeffer führt zu Kirche, Museum und Restaurant am Bogenberg. Hier klang dann auch die Exkursion gemütlich aus.          

Pasta